Kanzlist in Berlin – Johann Ernst August Herrmann (DI 8)

Johann Ernst August wurde am 23. August 1784 als fünfter Sohn des aus Ohrdruf stammenden Justizaktuars Ernst Christian Herrmann in der St. Marienkirche in Beeskow getauft.

Seine berufliche Karriere begann er 1802 in Berlin als Stadtsekretarius, wie seine Unterschrift unter einer Akte beweist.

Als Bombardier der preußischen Armee war er an den 1806 an den Kämpfen gegen das napoleonische Frankreich beteiligt. 1807 geriet er in Frankfurt am Main in französische Kriegsgefangenschaft. Hier lernte er seine spätere Frau Charlotte Amalie Collmann aus Wetzlar kennen und flüchtete zu ihr zurück, als er nach Frankreich abtransportiert werden sollte. Anfänglich ernährte er sich vom Tagelohn, ging dann mit seiner Frau nach Kolberg, wo sein erster ehelicher Sohn Carl Johann Sigismund (Kanzleisekretär in Berlin) geboren wurde.

Die anderen Kinder (Eva Maria Amalia, Ernst August, Theresia Josephina Philippina, Selinde Selma Alma und Johann Friedrich Wilhelm Alexander) wurden 1811 bis 1820 in Berlin geboren. Dort wurde Johann Ernst August am 13. Mai 1814 zum Kanzlisten bei dem Hausvogteigericht ernannt.  Am 1. Januar 1816 erfolgte seine anderweitige Bestallung mit 200 Talern Gehalt und 400 Talern Kopialienrate. Eine weitere Beförderung zum 1. Kanzlisten (ab 1. Dezember 1819) brachte im eine Gehaltszulage von weiteren 50 Talern ein. Zur Wiederherstellung seiner Gesundheit wurden ihm am 20. Dezember 1820 extraordinär 50 Taler gewährt. Ab dem 24. Januar 1821 durfte er sich dann Kanzlei-Inspektor nennen, nachdem er in die Kanzlei des Kammergerichts versetzt wurde.

Sein Leben endete jedoch schon im Alter von 40 Jahren. Am 20. Februar 1821 erlag er in der Berliner Charité einem Schlaganfall. Seine Witwe erhielt darauf eine jährliche Pension von 40 Talern und für jedes der Kinder noch einmal 18 Taler Erziehungsgeld.

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