Nachruf für Jim Herrmann

Leider muss ich an dieser Stelle eine traurige Mitteilung machen. Unser Jim ist nach langer, schwerer Krankheit am 26. April 2018 im Alter von 86 Jahren von uns gegangen.

Über Jahrzehnte war Jim die tragende Säule des Herrmann´schen Familienverbandes. Nur seinem persönlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass es den Familienverband heute noch existiert. Akribisch setzte er die genealogische Erforschung der Herrmann-Familie fort, was vor allem zu Zeiten des sozialistischen Regimes ein nicht ungefährliches Unterfangen war. Viele bis dahin ungeklärte Verbindungen unserer einzelnen Familienstämme konnte er aufspüren und damit weitere, bislang noch unbekannte Familienmitglieder finden.

Sein Engagement ging weit über die Erforschung der eigenen Vorfahren hinaus, er versuchte vor allem mehr über die Lebensgeschichten und -umstände unserer Familienmitglieder zu erfahren. Uns allen werden vor allem die von ihm organisierten Familientreffen in Erinnerung bleiben. Leider habe ich selbst davon nur ein einziges großes Familientreffen erlebt. Es wäre schön, wenn wir diese Tradition in Zukunft wieder beleben könnten und damit Jim ein Denkmal setzen. Ich bin mir sicher, Jim würde sich darüber freuen.

Die Herrmann´schen Familienblätter hat Jim über Jahrzehnte, zuletzt mehrfach jährlich herausgegeben. Dadurch konnten die Familienmitglieder und auch zukünftige Generationen von Herrmanns in aller Welt an seinen Forschungen teilhaben. Soweit es Jim in den letzten Jahren gesundheitlich noch möglich war, besuchte zusammen mit René die Heimat unserer Vorfahren in Nauendorf und Gräfenhain, um wieder ein paar neue Dokumente dem Familienarchiv hinzuzufügen und die Archivalien zu sortieren. Gern erinnere ich mich daran, als Jim, René und ich ein ganzes Wochenende im Familienarchiv verbracht haben.
Jim war mir immer ein sehr großes Vorbild und ich bin sehr traurig, dass ich ihn erst vor ein paar Jahren kennengelernt habe. Ich hätte gern noch viel mehr von ihm erfahren. Nun werde ich gemeinsam mit René versuchen, die Forschung in seinem Sinne fortzusetzen und die Tradition der Familie aufrecht zu erhalten.

Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Frau Gisela und seinen Kindern. Wir alle werden Jim sehr vermissen!

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